Zu groß und zu schwer für die Tonne

Zum Sperrmüll gehören alle sperrigen Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, die wegen ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht in den normalen Restabfallbehälter passen. Elektro- und Metallteile werden getrennt vom übrigen Sperrmüll abgeholt.

Kostenfrei abgeholt werden zum Beispiel:

  • Haus- und Gartenmöbel, Teppiche und PVC-Beläge (keine Marmor- und Glastische oder Tische mit Steinfuß, diese können bei den Wertstoffhöfen abgegeben werden)
  • Bettgestelle und Matratzen
  • Kinderwagen, sperriges Spielzeug, Fahrräder ohne Bereifung
  • Küchenherde, Öfen, Wasch- und Spülmaschinen, Wäschetrockner, Kühl- und Gefrierschränke
  • Computer, Drucker, Faxgeräte, HiFi-Anlagen, Fernseher, Monitore, Mikrowellengeräte

Nicht vom Sperrmüllservice mitgenommen werden zum Beispiel:

  • Aquarien
  • Außenholz
  • Autoteile
  • Badewannen aus Kunststoff
  • Bauschutt
  • Brandschutztüren
  • Duschwannen aus Kunststoff
  • Elektrokleingeräte
  • Fenster
  • Garagentore aus Kunststoff
  • Gartenhütten
  • Glastische
  • Holzdielen
  • Jägerzäune
  • Kartonagen
  • Laminat
  • Motorräder
  • Marmortische
  • Öltanks
  • Parkett
  • Reifen
  • Restabfallsäcke
  • Toilettenbecken
  • Türen
  • Waschbecken aus Kunststoff

Seit 15. August 2018 erweitert sich der Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) auf Möbel, Textilien und Kleidungsstücke, die elektrische oder elektronische Bestandteile haben. Das bedeutet, dass alle Geräte, die Elektro- beziehungsweise Elektronikbauteile haben, zum Elektro(nik)schrott gehören. Hierunter fallen zum Beispiel Massagesessel, Spiegelschränke und Blinkerschuhe aber auch Kleidung mit elektrischen Funktionen, verstellbare Schreibtische und Regale mit eingebauter Beleuchtung.

Helfen Sie mit!

Wenn es möglich ist, soll bei Möbeln, die zum Elektro(nik)-Schrott zählen, das Elektro(nik)-Bauteil vom Rest getrennt werden also zum Beispiel der Motor oder die Lampen ausgebaut werden. Ohne Elektro(nik) gehört das Möbelstück dann zum Sperrmüll. Die Elektro(nik)-Bauteile sind über die Wertstoffhöfe zu entsorgen.

Für Elektrogeräte, die zum Sperrmüll gehören gibt es außerdem eine Rücknahmeregelung: Seit 24. Juli 2016 sind Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern verpflichtet:

  • beim Verkauf eines neuen Elektro- oder Elektronikgerätes an einen Endnutzer ein Altgerät der gleichen Geräteart, das im Wesentlichen die gleichen Funktionen wie das neue Gerät erfüllt, unentgeltlich zurückzunehmen (1:1 Rücknahme).
  • Altgeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, in haushaltsüblichen Mengen unentgeltlich zurückzunehmen, wobei die Rücknahme nicht an den Kauf eines Elektro- oder Elektronikgerätes geknüpft werden darf (0:1 Rücknahme).

Dasselbe gilt auch im Versandhandel, in dem Fall bezieht sich die Mindestfläche von 400 Quadratmetern auf die gesamte Lager- und Versandfläche des Händlers. Ob die Altgeräte dann einfach an den Händler geschickt werden können oder dieser eine andere Form der Rücknahme einrichtet, bleibt dem Händler überlassen.