Kanalbau

Im Siedlungsgebiet folgen Kanäle in der Regel den Verkehrswegen, um gut zugänglich zu sein. Daher sind Baumaßnahmen zwangsläufig mit Verkehrseinschränkungen verbunden. Das Ziel der Bauplanung und Bauleitung ist es, diese Veränderung so gering wie möglich zu halten.

Kanalbaumaßnahmen können offener oder geschlossener, bergmännischer Bauweise durchgeführt werden. Bei der offenen wird der Kanalverlauf von oben freigelegt, also ein Graben ausgehoben. Das ermöglicht zügiges Arbeiten, da die Baustelle optimal zugänglich ist. Bei bergmännischer Bauweise wird unterirdisch im Tunnel gearbeitet, nur die Zugangspunkte liegen offen. So werden die Verkehrsbehinderung im Hauptverkehrsachsen auf ein Minimum beschränkt.

Um den betreffenden Kanalabschnitt während der Bauarbeiten von Wasser frei zu halten, wird eine so genannte Wasserhaltung vorgenommen: Entweder wird parallel zur Baustelle ein provisorisches Rohr verlegt (Notumleitung), oder der Abwasserstrom wird oberhalb der Baustelle abgeriegelt und vorübergehend in einen anderen Sammler umgepumpt.