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Presse

Erweiterung „Hauptklärwerk“ Wiesbaden – Frühzeitige Bürgerbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Bauleitplanung

Das Hauptklärwerk wird erweitert. Seit Bestehen des Hauptklärwerks sind die Anforderungen an die Abwasserreinigung stetig gestiegen und es ist abzusehen, dass aufgrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) auch zukünftig strengere Vorgaben für das gereinigte Abwasser einzuhalten sind. Diese abschätzbaren gesetzlichen Entwicklungen dienen dem Schutz der Trinkwasserressourcen sowie dem vorsorgenden Umweltschutz.

Deshalb planen die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) das Wiesbadener Hauptklärwerk südlich des Theodor-Heuss-Rings im Salzbachtal für die zukünftigen Anforderungen vorzubereiten. Schon im Jahr 2014 wurden durch die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden die Beschlüsse gefasst, die Bauleitplanverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans durchzuführen.

Schon heute gehört das Hauptklärwerk zu einem der modernsten Klärwerke in Europa. Rund 50 Millionen Liter Abwasser fließen bei sogenanntem Trockenwetter durchschnittlich jeden Tag durch das Kanalsystem unter der Stadt und der östlichen Vororte ins Hauptklärwerk. Im Hauptklärwerk werden die Abwässer von rund 190.000 privaten Haushalten gereinigt, ebenso wie die gewerblichen Abwässer, die von den Betrieben und der Industrie eingeleitet werden. Die in aufwändigen Prozessen geklärten und gereinigten Abwässer werden dann in den Rhein eingeleitet.

Trotz der bereits eingesetzten modernsten Technik muss zur Beseitigung der Rückstände von Medikamenten, Mikroverunreinigungen und anderen Stoffen die Klärwerkstechnik entsprechend ausgebaut werden, damit auch diese Spurenstoffe aus dem Wasser herausgefiltert werden können. Angesichts der von diesen Stoffen ausgehenden Gefahren für Mensch und Natur ist die Erweiterung des Hauptklärwerks unbedingt erforderlich.

Das bestehende Gelände des Hauptklärwerks soll zum Ausbau dieser neuen Verfahrenstechniken im Süden um zwei Hektar erweitert werden. Auf dem dann rund 15 Hektar großen Plangebiet sollen die notwendigen Kapazitätserweiterungen bauleitplanerisch gesichert werden.

Gleichzeitig wird in der Bauleitplanung die Erneuerung der darüber liegenden Autobahnbrücke (BAB 66) über das Salzbachtal berücksichtigt. Diese beiden sich überlagernden Planungen sind jetzt aufeinander abgestimmt.

Neben der Erweiterung des Klärwerks besteht die Absicht, eine Rad- und Fußwegeverbindung zwischen der Straße „An der Hammermühle“ und der höhergelegenen Straße „Im Mühltal“ planerisch zu sichern, diese unterquert dabei die Autobahnbrücke der A 66.

In der ersten Stufe der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung an der Bauleitplanung werden nun die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über den derzeitigen Stand der Planung unterrichtet. Sie erhalten die Gelegenheit, sich zu den Inhalten der Planung zu äußern und Anmerkungen vorzubringen.

Aufgrund der besonderen Umstände durch Covid-19 und der damit verbundenen aktuellen Kontaktbeschränkungen kann dies nicht wie sonst üblich im Rahmen einer Bürgerversammlung geschehen. Damit die Bürgerinnen und Bürger ausreichend Gelegenheit haben, sich auch ohne eine Veranstaltung über das Projekt zu informieren, werden die Unterlagen in umfassender Form im Internet unter http://www.wiesbaden.de/auslegung zur Verfügung gestellt.

Für diejenigen, die keinen Zugang zum Internet haben, gibt es die Möglichkeit, die Planunterlagen in der Zeit vom 25. Februar 2021 bis 12. März 2021 öffentlich im Verwaltungsgebäude Wiesbaden, Gustav-Stresemann-Ring 15, Erdgeschoss, Raum für öffentliche Auslegungen, einzusehen. Gerne kann vorab ein Termin mit dem Stadtplanungsamt vereinbart werden, um sich die Unterlagen erläutern zu lassen.

Auf die derzeit geltenden Hygiene- und Mindestabstandsregelungen wird hingewiesen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss dafür mitgebracht werden. Sie erreichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die E-Mail-Adresse staedtebau@wiesbaden.de oder telefonisch über (0611) 316471. Diese Bürgerbeteiligung wird auch amtlich bekanntgemacht.