Planungsvorhaben zur Erweiterung der Deponie Dyckerhoffbruch

Die ELW betreiben die Deponie Dyckerhoffbruch für die Landeshauptstadt Wiesbaden, die bisher aus den Deponieabschnitten I – III (DA I – DA III) besteht. Der DA I ist bereits rekultiviert, der DA II ist in der Stilllegungsphase und nur der DA III befindet sich derzeit in der sogenannten Ablagerungsphase mit einem geringen Restverfüllvolumen. Der Deponieabschnitt III erfüllt gemäß der Deponieverordnung die Anforderungen an eine Deponie der Klasse II (DK II).

Aufgrund der Verpflichtung der Landeshauptstadt Wiesbaden als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträgerin zur Entsorgung von Abfällen aus privaten Haushaltungen und von Abfällen zur Beseitigung aus Gewerbetrieben ist nach der Restverfüllung des Deponieabschnittes III (DA III) der Deponie Dyckerhoffbruch auch weiterhin Deponievolumen vorzuhalten.

Übersichtslageplan der Deponie Dyckerhoffbruch (DA I bis DA III) mit den Planungsvorhaben zur Erweiterung

Auch zukünftig ist unstrittig ein Entsorgungsbedarf für mineralische Abfälle aus der Stadt Wiesbaden bzw. für die Rhein-Main-Region gegeben.

Aufgrund dessen befindet sich die Landeshauptstadt Wiesbaden in den Planungsvorhaben zur Erweiterung der Deponie Dyckerhoffbruch. Hierbei wurden, in zeitlicher Abfolge, drei Planfeststellungsverfahren nach § 35 Abs. 2 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht.

Dabei sollen durch einen neuen Verfüllabschnitt G (ca. 279.000 m³, sogenannte Osterweiterung) und einen neuen Deponieabschnitt III/4 (ca. 2,7 Mio. m³, sogenannte Norderweiterung) zusätzliche Ablagerungskapazitäten im bestehenden Deponieabschnitt III generiert werden.

Des Weiteren wurde der Neubau eines Deponieabschnittes IV als DK I-Deponie mit ca. 3,6 Mio. m³ beantragt. Damit wären die ELW in die Lage versetzt, die Abfälle belastungsgerecht auf die Deponien der Klassen I und II zu verteilen und insbesondere sicher zu stellen, dass der vorhandene DK II-Deponieraum nachhaltig geschont, die Laufzeiten verlängert und langfristig ein wirtschaftlich optimierter Betrieb zur Aufrechterhaltung der Entsorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Hierdurch kommt die LH Wiesbaden bzw. die ELW ihrer Eigenverantwortung als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger nach und schafft die Grundlagen für eine auch zukünftig gesicherte gemeinwohlverträgliche Abfallentsorgung für die nächsten Jahrzehnte.

Hier geht es zur digitalen Auslegung der Planfeststellungsunterlagen zum Deponieabschnitt IV durch das RP Darmstadt sowie zur Kurzbeschreibung.