Deponie Dyckerhoffbruch

Die Wiesbadener Deponie der Deponieklasse DK II gehört zu den wenigen hessischen Deponien, die unbefristet weiterbetrieben werden dürfen. Seit November 1992 bis zum Jahr 2019 wurden im Deponieabschnitt III 8.778.276 Tonnen Inertabfälle* abgelagert. In der Abfallumschlaganlage werden jährlich circa 100.000 Tonnen Abfälle verladen und zu den verschiedenen Verwertungsanlagen transportiert.
(Anlieferung auf der Deponie)

Die Deponie im Überblick

Das Deponiegelände ist so groß wie 140 Fußballfelder: 1 km². Knapp zwei Drittel davon dürfen als Ablagerungsfläche genutzt werden, der Rest ist seit Errichtung der Deponie als Ausgleichsfläche und Rückzugsgebiet für die Tier- und Pflanzenwelt ausgewiesen. Insgesamt hat die Deponie ein Ablagerungsvolumen von rund 25 Mio m³. Circa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dort für den reibungslosen Deponiebetrieb.

Von 1964 bis Ende Mai 2005 wurden auf den Deponieabschnitten I, II und III/1-2 in einem Volumen von etwa 20 Millionen Kubikmeter insgesamt annähernd 29 Millionen Tonnen häusliche und gewerbliche Siedlungsabfälle abgelagert.

Seit dem 1. Juni 2005 darf kein unbehandelter Siedlungsabfall mehr auf deutschen Deponien abgelagert werden. Der Deponieabschnitt III/3 dient seitdem zur Ablagerung von inerten Abfällen, wie zum Beispiel Asche aus Abfallverbrennungsanlagen, Gießereisanden, Böden oder Asbest, also von Abfällen ohne organische Anteile. 

Das Verfüllende im Deponieabschnitt III ist bei optimalen Einbaubedingungen im Jahr 2023 erreicht. Deshalb führen wir derzeit zwei Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Deponie III um einen Abschnitt III/4 (Norderweiterung) und die Erweiterung der Abschnitte III/1+2 (Osterweiterung) sowie ein weiteres Planfeststellungsverfahren für einen neuen Deponieabschnitt IV durch.

Weitere Informationen über die Deponieerweiterung finden Sie hier.


* Abfälle, die einen organischen Anteil unter 5 % haben und deswegen kein Deponiegas bilden.