Abfall Lexikon

Entsorgungswege für Sperrmüll

Entsorgung für Privathaushalte
Sperrmüllservice 
kostenfrei

Wertstoffhöfe, Kleinannahmestelle der Deponie
kostenfrei  bis 700 l (Kofferraumladung)

Entsorgung für Gewerbebetriebe
Sperrmüllservice 
kostenfrei, wenn Restabfallbehälter vorhanden und Sperrmüll nicht aus gewerblicher Tätigkeit (z.B. Entrümpelungsservice) stammt

Wertstoffhöfe, Kleinannahmestelle der Deponie
kostenpflichtig

Informationen zum Thema Sperrmüll

Die ELW bieten einen Sperrmüllservice auf Abruf an (0611 319700). Die Sperrmüllabholung ist bis zu vier Mal im Jahr für eine Menge bis zu je fünf Kubikmeter kostenfrei. Einige Abfälle sind allerdings davon ausgenommen (siehe unten). Für sie gelten andere Konditionen. Für Gewerbebetriebe ist die Sperrmüllabholung kostenfrei, wenn der Sperrmüll nicht aus einer gewerblichen Tätigkeit (z.B. Entrümpelung) stammt und eine Restabfalltonne der ELW vorhanden ist.

Zum Sperrmüll gehören alle sperrigen Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, die wegen ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht in den normalen Restabfallbehälter passen. Elektro- und Metallteile werden getrennt vom übrigen Sperrmüll abgeholt.

NEU: Ab 15. August 2018 erweitert sich der Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) auf Möbel, Textilien und Kleidungsstücke, die elektrische oder elektronische Bestandteile haben. Das bedeutet, dass alle Geräte, die Elektro- beziehungsweise Elektronikbauteile haben, ab Mitte August zum Elektro(nik)schrott gehören. Hierunter fallen zum Beispiel Massagesessel, Spiegelschränke und Blinkerschuhe aber auch Kleidung mit elektrischen Funktionen, verstellbare Schreibtische und Regale mit eingebauter Beleuchtung.

Wenn es möglich ist, soll bei Möbeln, die ab 15. August zum Elektro(nik)-Schrott zählen, das Elektro(nik)-Bauteil vom Rest getrennt werden also zum Beispiel der Motor oder die Lampen ausgebaut werden. Ohne Elektro(nik) gehört das Möbelstück dann zum Sperrmüll. Die Elektro(nik)-Bauteile sind über die Wertstoffhöfe  zu entsorgen.

Für Elektrogeräte, die zum Sperrmüll gehören gibt es außerdem eine Rücknahmeregelung: Seit 24. Juli 2016 sind Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern verpflichtet:

  • beim Verkauf eines neuen Elektro- oder Elektronikgerätes an einen Endnutzer ein Altgerät der gleichen Geräteart, das im Wesentlichen die gleichen Funktionen wie das neue Gerät erfüllt, unentgeltlich zurückzunehmen (1:1 Rücknahme).
  • Altgeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, in haushaltsüblichen Mengen unentgeltlich zurückzunehmen, wobei die Rücknahme nicht an den Kauf eines Elektro- oder Elektronikgerätes geknüpft werden darf (0:1 Rücknahme).

Dasselbe gilt auch im Versandhandel, in dem Fall bezieht sich die Mindestfläche von 400 Quadratmetern auf die gesamte Lager- und Versandfläche des Händlers. Ob die Altgeräte dann einfach an den Händler geschickt werden können oder dieser eine andere Form der Rücknahme einrichtet, bleibt dem Händler überlassen.


Kostenfrei abgeholt werden zum Beispiel

  • Haus- und Gartenmöbel, Teppiche und PVC-Beläge (keine Marmor- und Glastische oder Tische mit Steinfuß, diese können bei den Wertstoffhöfen abgegeben werden)
  • Bettgestelle und Matratzen
  • Kinderwagen, sperriges Spielzeug, Fahrräder ohne Bereifung
  • Küchenherde, Öfen, Wasch- und Spülmaschinen, Wäschetrockner, Kühl- und Gefrierschränke
  • Computer, Drucker, Faxgeräte, HiFi-Anlagen, Fernseher, Monitore, Mikrowellengeräte


Nicht vom Sperrmüllservice mitgenommen werden zum Beispiel:

  • Aquarien
  • Außenholz
  • Autoteile
  • Badewannen aus Kunststoff
  • Bauschutt
  • Brandschutztüren
  • Duschwannen aus Kunststoff
  • Elektrokleingeräte
  • Fenster
  • Garagentore aus Kunststoff
  • Gartenhütten
  • Glastische
  • Holzdielen
  • Jägerzäune
  • Kartonagen
  • Laminat
  • Motorräder
  • Marmortische
  • Öltanks
  • Parkett
  • Reifen
  • Restabfallsäcke
  • Toilettenbecken
  • Türen
  • Waschbecken aus Kunststoff

 

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