Deponie Dyckerhoffbruch

Die Wiesbadener Deponie der Deponieklasse DK II gehört zu den wenigen hessischen Deponien, die unbefristet weiterbetrieben werden dürfen. Seit November 1992 bis zum Jahr 2015 wurden im Deponieabschnitt III 7.565.000 Tonnen Inertabfälle* abgelagert. In der Abfallumschlaganlage wurden seit deren Inbetriebnahme im April 2006 bis 2015 circa 1.111.000 Tonnen Abfälle verladen und zu den verschiedenen Verwertungsanlagen transportiert.
(Anlieferung auf der Deponie)

Die Deponie im Überblick

Das Deponiegelände ist so groß wie 210 Fußballfelder: 1,5 km². Knapp zwei Drittel (0,92 km²) davon dürfen als Ablagerungsfläche genutzt werden, der Rest ist seit Errichtung der Deponie als Ausgleichsfläche und Rückzugsgebiet für die Tier- und Pflanzenwelt ausgewiesen. Insgesamt hat die Deponie ein Ablagerungsvolumen von 24,1 Mio m³. 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dort für den reibungslosen Deponiebetrieb.

Von 1964 bis Ende Mai 2005 wurden auf den Deponieabschnitten I, II und III/1-2 in einem Volumen von etwa 20 Millionen Kubikmeter insgesamt annähernd 29 Millionen Tonnen häusliche und gewerbliche Siedlungsabfälle abgelagert.

Seit dem 1. Juni 2005 darf kein unbehandelter Siedlungsabfall mehr auf deutschen Deponien abgelagert werden. Der Deponieabschnitt III/3 dient seitdem zur Ablagerung von inerten Abfällen, wie zum Beispiel Asche aus Abfallverbrennungsanlagen, Gießereisanden, Böden oder Asbest, also von Abfällen ohne organische Anteile. In den letzten Jahren hat sich die Deponie dabei im Bereich der Asbestentsorgung einen guten Namen gemacht, nahezu sämtliche Asbestabfälle aus Hessen und auch aus dem europäischen Ausland wurden hier abgelagert.

Die Restlaufzeit des Deponieabschnittes III/3 beträgt noch circa drei Jahre, also etwa bis zum Jahr 2019. Deshalb führen wir ein Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Deponie III um einen Abschnitt III/4 durch. Das Verfahren wird voraussichtlich Ende 2016/Anfang 2017 abgeschlossen sein und zusätzlich circa 2,5 Millionen Kubikmeter Ablagerungsvolumen umfassen. Dadurch soll die Laufzeit unserer Deponie um 20 bis 40 Jahre verlängert werden. Die Öffentlichkeit wird 2016 umfangreich beteiligt.

* Abfälle, die einen organischen Anteil unter 5 % haben und deswegen kein Deponiegas bilden.

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